Schulball| Let's go International| Kulturpreis| Besuch aus Himberg| Györ| Parkraumprojekt| Medienprojekt| OENB Sonderpreis| Podcast | Praxistage| Tastaturschreiben| Lesung | TdoT 2010 | 72 Stunden | Schulpreis | Besuche | Archiv
72 Stunden ohne Kompromiss

Am Donnerstag, den 21. Oktober 2010, begaben sich 13 Schüler und Schülerinnen der 3 BK der BHAK Bruck/ Leitha in Begleitung ihrer Religionslehrerin Mag. Regina Gnauer und ihres Jahrgangsvorstands Mag. Thomas Sirovnik nach Wien, um 72 Stunden ohne Kompromiss Solidarität mit sozial Schwachen und Menschen am Rande der Gesellschaft zu leben.
Nach einer kurzen Besprechung teilten sich die Schüler/innen in zwei Gruppen und begannen die ihnen zugeteilten Projekte zu verwirklichen.
Das Projekt „Tool Time“ um fasste die Renovierung der Gemeinschaftsküchen des Wohnheims Mariahilf für Haftentlassene. Diesbezüglich handelte es sich um Malerarbeiten, welche gemeinsam mit den Bewohnern des Hauses durchgeführt wurden.
Farbe wurde organisiert, Türen und Fenster abgepickt und schon konnte man loslegen. Die Truppe war so gut unterwegs, dass außer den Gemeinschaftsküchen auch noch die Gänge und das Stiegenhaus ausgemalt wurden. Selbstverständlich musste nach getaner Arbeit auch noch geputzt werden.
Ziel des zweiten Projekts „s‘ Häferl- soziales Kochen“ war es, Lebensmittel für zwei Häferlöffnungstage (Sa und So) durch Sachspenden von Lebensmittelläden, Märkten und privaten Haushalten zu erhalten, die die Jugendlichen dann mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern im Häferl verkochten und den Häferlbetrieb mitorganisierten.
Die Schüler/innen schrieben eine Liste mit den benötigten Lebensmitteln, postierten sich vor Supermärkten und erbaten von den Kunden, ein Lebensmittel aus dieser Liste zusätzlich zu kaufen und für das Projekt zur Verfügung zu stellen.
Dass die Menschen dieser Aktion sehr offen gegenüberstanden, zeigt die Tatsache, dass am ersten Abend schon weit über die Hälfte der benötigten Lebensmittel gesammelt werden konnte.
An den folgenden Tagen halfen die Jugendlichen bei den Vorbereitungen (sie schnitten z. B. über 20 kg Kraut, schälten und schnitten ca. 15 kg Zwiebel und fast 30 kg Kartoffeln) und unterstützten das Häferlteam beim Kochen.
Beim Servieren der einfachen Mahlzeiten kamen die Schülerinnen auch in direkten Kontakt mit den Gästen des Häferls, Strafentlassenen, Freigängern und Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben.
Das Wichtigste, was die Schüler bei diesem Projekt gelernt haben, war nicht das Kochen oder das Ausmalen, was natürlich auch wichtig sein kann, es war die Lektion, dass sie gemeinsam viel erreichen können. Die Schüler begannen das Projekt mit Nervosität, teils Skepsis, wie eben junge Leute so sind. Sie beendeten das Projekt als stolzes Team, das gelernt hat, sich für eine Sache einzusetzen, das gelernt hat, gemeinsam für eine Sache zu arbeiten und zu kämpfen, ein Team, das über sich selbst hinausgewachsen ist. Sie haben erfahren und erfühlt, wie es ist, am Rande der Gesellschaft zu sein. Sie haben gelernt, nicht wegzuschauen, sondern zuzupacken, wenn ihre Hilfe benötigt wird.
Sie haben eine Lektion gelernt, die sie ihr ganzes Leben lang benutzen, anwenden und benötigen werden.








